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Sehnervenkopfanalyse / HRT

Die dreidimensionale Vermessung des Sehnervenkopfes mit dem Heidelberg Retina Tomographen (HRT) ermöglicht eine deutlich erhöhte Sicherheit für Früherkennung oder Verlaufsbeobachtung eines Grünen Stars (Glaukom).

Mit einem Laser wird der Bereich des Sehnervenkopfes abgetastet und dann aus dem reflektierten Licht eine dreidimensionale Darstellung errechnet. Daraus wird ein farbcodiertes topographisches Bild erstellt. Die so gewonnenen Daten der dreidimensionalen Form des Sehnervenkopfes können einerseits mit Normalverteilung von gesunden Datensätzen verglichen werden, andererseits ergibt sich hier eine Möglichkeit der sehr exakten Dokumentation im zeitlichen Verlauf. Veränderungen zeigen sich bei dieser Untersuchung deutlicher und früher, als mit den herkömmlichen Untersuchungsverfahren. Dadurch kann die Entwicklung des Glaukoms oft lange vor dem Auftreten spürbarer Beschwerden festgestellt werden.

Ein so genanntes Offenwinkelglaukom verursacht in der Regel keine Schmerzen, kann aber schleichend zu einem zunehmenden Schaden des Sehnerven führen. Dieser Schaden wird zunächst vom Betroffenen nicht wahrgenommen. Erst wenn ca. 50% der Fasern des Sehnervenkopfes untergegangen sind, entstehen wahrnehmbare Einschränkungen des Gesichtsfeldes. Neben den klassischen Untersuchungen (Augeninnendruck, Augenhintergrund, Gesichtsfeld und Sehschärfe) kann die Untersuchung mit dem HRT wesentlich dazu beitragen, ein Offenwinkelglaukom frühzeitig zu erkennen oder auszuschließen.

Die Untersuchung mit dem HRT ist schmerzfrei, dauert etwa 4 Minuten und kann meistens ohne Pupillenerweiterung durchgeführt werden. Dieses moderne Verfahren geht allerdings über den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung hinaus. Ihre gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für diese Untersuchung normalerweise nicht.